Unsere Sri Lanka Expertin Katja unterwegs


Unsere Sri Lanka Expertin Katja unterwegs

Unsere Asien-Expertin Katja Walrer bereiste das vielfältige Sri Lanka und erzählt von ihren Begegnungen mit Blauwalen, Schildkröten, Leoparden sowie der beeindruckenden Natur und Kultur. 

Das Erste, was ich von Sri Lanka sehe, ist Grün. Wälder, Palmen, Teeplantagen – wohin man blickt, erstrahlt die Natur in sanften Grüntönen. Selbst lange Autofahrten machen bei diesem Ausblick Spaß. Die erste Fahrt bringt mich von der Hauptstadt Colombo vorbei an verschiedenen Dörfern an die Ostküste. Hier, in Trincomalee, bleibt meine Begegnung mit dem Blauwal nicht das einzige Naturschauspiel des Tages. Beim Abendessen bemerke ich plötzlich eine Menschansammlung am Strand: Gerade sind im Sand junge Schildkröten geschlüpft, die sich nun hastig auf den Weg zum Meer machen. Auch die Einheimischen sind berührt – dieses Schauspiel sieht man nicht häufig.

Ein absoluter Höhepunkt meiner Reise erwartet mich gleich am zweiten Tag: Ein Blauwal. Er gleitet wenige Meter von unserem Boot entfernt durchs Wasser. Sobald das Rattern des Motors erlischt, kann ich den Atem des riesigen Tieres hören. Nach dieser Begegnung bin ich so überwältigt, dass ich mit dem Gedanken an Land zurückkehre, meine Reise könnte jetzt eigentlich schon zu Ende sein. Glücklicherweise hat sie aber gerade erst begonnen.

Abseits der Hotels treffe ich während der Rundreise auf vergleichsweise wenige Touristen – immer wieder jedoch auf Einheimische. In Anuradhapura etwa bin ich nicht die einzige, die hier mehr über den Buddhismus lernt. Eine sri-lankische Sonntagsschulklasse stattet aus genau demselben Grund der Pilgerstätte einen Besuch ab. Mich als ausländische Touristen finden die Kinder dabei jedoch fast interessanter als anschaulichen Unterricht.

Sri Lanka ist nicht nur landschaftlich einzigartig schön, dank seiner langen Geschichte beherbergt die Insel einzigartige Kulturschätze. In Sigiriya überblickte einst von einem 200 Meter hohen Felsplateau eine prächtige Festung die umliegende Landschaft. Bereits der orange-rötlich schimmernde Fels ist beeindruckend – falls Sie diesen Anblick festhalten möchten, empfehle ich übrigens einen Besuch gegen Nachmittag, damit Sie nicht gegen die Sonne fotografieren müssen. Von dem Palast auf der Oberseite des Plateaus ist heute kaum mehr etwas erhalten. Der Aufstieg lohnt sich jedoch allein schon wegen dem Panorama, das sich unter mir ausbreitet, sobald ich die vielen Stein- und Metallstufen bezwungen habe. Fitness und Schwindelfreiheit sollte man mitbringen, um es bis nach oben zu schaffen – einige Touristen um mich herum geben auf dem Weg auf. Nach all dem Treppensteigen in Sigiriya gönne ich meinen müden Muskeln eine traditionelle Ayurvedamassage im Athreya Spa in Habarana. Die Wurzeln der uralten Heilkunst liegen in Sri Lanka und Südindien.

Bei der Weiterfahrt nach Kandy lerne ich im Oak-Ray Isiwara Ayurvedic Village mehr über die verschiedenen Gewürz- und Heilpflanzen, die auf der Insel kultiviert und angewendet werden. Dass Kandy nach der Hauptstadt der zweitgrößte Ort des Landes ist, hätte ich wahrscheinlich nicht vermutet. Während Colombo mit Hochhäusern und Shoppingzentren deutlich eine moderne Metropole ist, erlebe ich Kandy vielmehr als eine niedliche Stadt, die inmitten von Hügeln am Ufer eines Sees liegt. Die Hauptattraktion ist der Zahntempel – hier wird Überlieferungen zufolge ein Eckzahn Buddhas verwahrt. Im Inneren des Heiligtums sind noch Teile des alten Baus erhalten, gerade durch die Modernisierungen kommt für mich keine wirkliche Tempelatmosphäre auf. Interessant ist ein Besuch aber allemal.

Weniger empfehlen kann ich einen Abstecher zum Pinnawella-Elefantencamp – gerade weil die Dickhäuter zu meinen Lieblingstieren zählen. Das Projekt hat jedoch sein Ziel – verwaisten und kranken Elefanten zu helfen – aus den Augen verloren und sich stattdessen dem Tourismus verschrieben. Die Elefanten sind angekettet, an der Futterstelle signalisiert eines der Tiere deutlich, es wolle seine Ruhe und wird doch gestreichelt. Falls Sie die Tiere hier dennoch sehen wollen, empfehle ich, in einem der Restaurants nahe der Badestelle zu essen. So können Sie die Elefanten beobachten, ohne das Projekt mit Ihrem Eintrittsgeld zu unterstützen. Sehr viel tierfreundlicher ist das Projekt Elephant Transit Home Athuru Sevana in Udawalawe, das ich später auf meiner Reise besuche. Hier leben die Elefanten in Freiheit, werden jedoch drei Mal täglich gefüttert. Bei dieser Gelegenheit kann man den faszinierenden Tieren näher kommen, ohne eine nicht artgerechte Haltung zu unterstützen.

Sri Lanka ist, wie gesagt, überall grün – in Nuwara Eliya jedoch besonders. Der Ort liegt inmitten von grünen Teefeldern im zentralen Hochland. Hier herrschen angenehm kühlere Temperaturen als im Rest des Landes, so dass man bei einem Spaziergang entlang der Felder nicht so schnell ins Schwitzen gerät. In dem kleinen Ort dreht sich fast alles um Tee. Beim Besuch einer Fabrik erhalte ich interessante Einblicke in die Verarbeitung der Pflanze. Weitere Fahrten durch die schöne Landschaft bringen mich – vorbei an einem Aussichtpunkt hinunter auf die Ella-Schlucht – zum Horton-Plains-Nationalpark. Um das Schutzgebiet bei einer Wanderung zu erkunden lohnt es sich, früh aufzustehen. Bereits um sieben Uhr morgens sperrt man für uns die Tore auf. So führt uns eine leichte Wanderung zum World’s End, bevor sich über Tag in der tief abfallenden Schlucht Wolken sammeln wie in einem Becken und die grandiose Aussicht versperren. Horton Plains ist übrigens der einzige Nationalpark des Landes, den man zu Fuß auf eigene Faust erkunden kann.

Den Yala-Nationalpark hingegen lerne ich am nächsten Tag per Jeep kennen. In der trockenen Steppenwüste entdecke ich Wasserbüffel, Warane und Krokodile. Neben Pfauen leben hier auch Junglefowls – Sri Lankas Nationalvogel. Alles was ich im Park von den hier lebenden Leoparden sehe, sind ein paar Fußabdrücke im schlammigen Boden. Dafür erblicke ich dann auf dem Weg zurück zum Hotel eine der majestätischen Katzen am Straßenrand.

Am Ende meiner Reise gönne ich mir noch einen Tag am Strand, um die vielen Eindrücke Revue passieren zu lassen. Wer Zeit dafür hat, dem empfehle ich auf jeden Fall, einen Strandurlaub einzuplanen. Gerade an der Ostküste, wo es noch nicht so viele Hotels gibt, kann man entspannte Stunden am Meer verbringen. Überhaupt ist das Besondere an Sri Lanka seine Vielfalt: Auf einer ziemlich kleinen Fläche vereint die Insel schöne Stände, Meer, Wälder und Gebirgszüge. Für Wanderer, Aktivurlauber und Naturliebhaber wird genauso viel geboten wie für Kulturinteressierte und Sonnenhungrige. Nach zwölf Tagen geht meine Reise dann wirklich zu Ende. Grund zurückzukehren habe ich allemal – allein schon um dann auch eine der atemberaubend schönen Strecken mit dem Zug zurückzulegen. Das habe ich dieses Mal leider nicht geschafft.

Möchten auch Sie, wie unsere Asien Expertin Katja Walter, die vielfältige Insel selbst erkunden? Dann rufen sie uns unter der 089 127 091 0 an oder schicken Sie uns eine Anfrage. Wir freuen uns, Ihnen Ihre persönliche Sri Lanka Reise zusammen zu stellen.
 

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